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  • Widerstand gegen den Hauskauf des Landhauses "Gerhus" durch Jürgen Rieger in Faßberg 2009
  • Widerstand gegen Nazitreffen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz in Eschede 2011

Willkommen auf unserer Webseite

© Rido - Fotolia.comWir stellen uns vor

Das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus existiert seit dem Jahr 2000.

Anlass der Gründung waren u. a. die zunehmenden Aktivitäten der in Celle bis heute bestehenden Nazi-Kameradschaft, eine der aktivsten Neonazi-Kameradschaften Niedersachsens. Das Forum setzt sich zusammen aus interessierten Vertreterinnen und Vertretern diverser Organisationen (DGB, SPD, Die Grünen, Die Linke, Buntes Haus, Arbeitskreis Ausländer, VVN-BdA, usw.) sowie Einzelpersonen. Weiterlesen »


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„Kein Raum für Rechts!“

Geschrieben von: Celler Forum am .

Start des interaktiven und multimedialen Projekts „Kein-Raum-für-Rechts.de“

Ein Projekt von ARUG/ZDB, Andrea Röpke und Kubikfoto, gefördert durch das Niedersächsische Sozialministerium
Auf den ersten Blick sieht es aus wie das Zimmer eines gewöhnlichen Jugendlichen. Erst auf den zweiten Blick wird Besucherinnen und Besuchern klar, wo sie gelandet sind: mitten im Zimmer eines Neonazis. Das interaktive und online frei zugängliche Projekt „Kein Raum für Rechts!“ macht es möglich, virtuell in die Welt rechtsextremer Menschen einzutreten und rechtsextreme Symbolik wahrzunehmen, zu erkennen und zu deuten. Das dient als Basis, um sich gegen Rechtsextremismus abzugrenzen, zu intervenieren und sich für die Demokratie einsetzen zu können.

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Reden bei Demo in Eschede, 18.06.2016

Geschrieben von: Celler Forum am .


Redebeitrag Jens-Christian Wagner

Eschede, 18.06.2016

Sehr geehrte Anwesende, liebe Freunde und Freundinnen,

wenn der Vertreter einer NS-Gedenkstätten-Stiftung über heutige rechtsextreme Gewalt und heutige Nazis spricht, so liegt der Gedanke der Gleichsetzung der NS-Verbrechen mit Mordtaten heutiger Rechtsextremisten nahe. Darum kann es aber nicht gehen. Die platte Analogiebildung wäre ahistorisch und falsch. Die NS-Verbrechen gegenüber den europäischen Juden, Sinti und Roma, Andersdenkenden, Widerstandskämpfern, Behinderten, Homosexuellen, sogenannten Asozialen und Millionen Zwangsarbeitern geschahen im spezifischen historischen Kontext des NS-Staates. Massenmord wurde staatlich propagiert, angeordnet und legitimiert. Millionen ganz gewöhnlicher Deutscher wurden zu Mördern, viele andere schauten ihrem Treiben zustimmen zu.

Das trifft auf heutige rechtsextremistische Gewalttaten glücklicherweise nicht zu. Rechtsextremisten sind in den meisten Gegenden Deutschlands – aber nicht überall – eine kleine, wenn auch gefährliche Minderheit: Wie gefährlich sie sind, zeigt nicht zuletzt die im vergangenen Jahr deutlich gestiegene Zahl von Übergriffen gegen Flüchtlinge. Nach Angaben des BKA wurden 2015 über 900 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte begangen – das waren fast drei pro Tag.

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