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  • Widerstand gegen den Hauskauf des Landhauses "Gerhus" durch Jürgen Rieger in Faßberg 2009
  • Widerstand gegen Nazitreffen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz in Eschede 2011

Willkommen auf unserer Webseite

© Rido - Fotolia.comWir stellen uns vor

Das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus existiert seit dem Jahr 2000.

Anlass der Gründung waren u. a. die zunehmenden Aktivitäten der in Celle bis heute bestehenden Nazi-Kameradschaft, eine der aktivsten Neonazi-Kameradschaften Niedersachsens. Das Forum setzt sich zusammen aus interessierten Vertreterinnen und Vertretern diverser Organisationen (DGB, SPD, Die Grünen, Die Linke, Buntes Haus, Arbeitskreis Ausländer, VVN-BdA, usw.) sowie Einzelpersonen. Weiterlesen »


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SOLIDARITÄT STATT ABSCHOTTUNG

Geschrieben von: Celler Forum am .

Stoppt das Massensterben!

Samstag, 28. Juli 2018:
Demonstration in Lüneburg
12 Uhr I Clamartpark


Aufruf zur Demonstration:

Der vergangene Juni war der tödlichste Monat auf dem Mittelmeer seit fünf Jahren. Obwohl deutlich weniger Geflüchtete unterwegs waren, starben im letzten Monat 629 Menschen, so meldete die Hilfsorganisation Sea-Watch, die Dunkelziffer wird wesentlich höher liegen. Statt humanitäre Hilfe auszuweiten, werden zivile Rettungsmissionen von Mitgliedsstaaten der EU in Häfen abgewiesen, festgesetzt oder vor Gericht gestellt. Europäische Grenzen werden zunehmend durch festungsähnliche Anlagen, wie Stacheldrahtzäune und Wachtürme gesichert. Zeitgleich werden die Grenzen der EU auf nordafrikanische Staaten durch Deals mit zum Teil diktatorischen Regimen, ausgeweitet. Das Auswärtige Amt spricht von „Exekutionen, Folter und Vergewaltigungen“ Menschen, welche die Überfahrt überleben, erwarten rassistische Anfeindungen, bürokratische Willkür, menschenunwürdige Internierung oder Abschiebung. Die durch die EU und ihre neoliberale Wirtschafts-, Klima- und Außenpolitik mit verursachten Fluchtursachen, werden während dessen weiter vorangetrieben werden. Die Abschottungspolitik der EU verleumdet Schutzsuchende zur Bedrohung, die angeblichen „Abwehrmaßnahmen“ werden unter Opferung der Menschenrechte und der Inkaufnahme tausender Toter getroffen.

Wir sagen: Menschen in Not ist bedingungslos zu helfen! Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern eine humanitäre Pflicht! Ein menschenwürdiges Leben ist ein Grundrecht und für alle zu verwirklichen! Die Bundesregierung lenkt mit konstruierten Problemen ab und verschärft den wachsenden Rassismus, während Wohnungsnot und Mietwucher, Niedriglöhne und unsichere Arbeitsverhältnisse, Pflegenotstand und Altersarmut, Klimawandel und Luftverpestung, sowie die wachsende Kriegsgefahr drängende und größer werdende Probleme für die Mehrheit der Bevölkerung sind. Wir rufen dazu auf, uns untereinander zu solidarisieren um gemeinsam für bessere Lebensverhältnisse für alle – unabhängig von Nationalität, Hautfarbe und Religionszugehörigkeit – zu kämpfen, statt sich als Bevölkerung in Lohnabhängige und Arbeitslose, in Rentner_innen und Jugendliche oder in Migrant_innen und Nicht-Migrant_innen spalten zu lassen.

Gemeinsam setzen wir uns ein für: Die Solidarität mit Menschen in Not – Die Wiederaufnahme und Ausweitung ziviler Seenotrettung – Die Schaffung legaler Fluchtrouten – Ein Ende der Abschiebungen – Den Stopp der Kriminalisierung von Geflüchteten – Die Schließung von Internierungslagern überall – Die Bekämpfung der Ursachen von Flucht, wie Krieg, Armut und ökologischer Zerstörung – Für die Überwindung von Grenzen zwischen den Menschen und die Umsetzung der Menschenrechte weltweit.

Lasst uns daher am 28. Juli 2018 um 12 Uhr im Clamartpark versammeln, um gemeinsam für Solidarität statt Abschottung zu demonstrieren!

aus: Antifa Lüneburg Uelzen,  https://antifa-lg-ue.org/2018/07/14/solidaritaet-statt-abschottung/

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Gedenken an Peter Deutschmann

Geschrieben von: Celler Forum am .

Freitag, 10.08.2018, 18.00 Uhr, Eschede, An der Kirche

Heute vor 19 Jahren starb Peter Deutschmann. Er wurde in Eschede von Escheder Neonazis getötet.

Am 09.08.1999 wurde Peter Deutschmann von zwei Escheder Neonazis in seiner Wohnung überfallen und so misshandelt, dass er am folgenden Tag an den Folgen verstarb.
Peter Deutschmann hatte sich damals verbal gegen das „Skinhead-Getue“ der beiden Escheder Neonazis Marco Siedbürger und Johannes Kneifel zur Wehr gesetzt. Das reichte aus, um dafür totgeschlagen zu werden!
Aus Wut über die Kritik an ihrem neonazistischen Gehabe verschafften sich die beiden Täter Zutritt zu Peter Deutschmanns Wohnung, traten und schlugen auf den 44-Jährigen ein, misshandelten ihn mit Glasscherben. Sie zertrümmerten seinen Kehlkopf und fügten ihm zahllose Schlag- und Schnittverletzungen zu. Um zu verhindern, dass Peter Deutschmann Hilfe holt, zerstörten sie das Telefon. Dann verschwanden sie und ließen das Opfer stark blutend und schwer verletzt zurück. Als Nachbarn Stunden später die Hilferufe hörten, kam jede Rettung zu spät. Peter Deutschmann starb im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Das Landgericht Lüneburg verurteilte im Januar 2000 beide Täter wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer fünfjährigen Jugendstrafe; einen politischen Hintergrund wollte es nicht erkennen.
Die Bunderegierung bestätigte einen Monat später, im Februar 2000, dass es sich bei der Tötung von Peter Deutschmann um ein vollendetes Tötungsdelikt mit fremdenfeindlicher Motivation handelte.

Wir wollen am 10.08.2018 Peter Deutschmann gedenken und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass Neonazis immer noch Menschen bedrohen, verprügeln und töten. Wir wollen, dass Menschen hinschauen, wenn sich menschenverachtendes Reden und Handeln breit macht und Fremdenfeindlichkeit als wirkliche Probleme erkannt und nicht kleingeredet werden.

Auf der Internetseite http://www.belltower.news/category/lexikon/chronik, einer Plattform der Antonio-Amadeo-Stiftung, sind rechtsextreme und rassistische Gewalttaten aufgeführrt, Tag für Tag, Monat für Monat.
Die Zahlen der Opferberatungsstellen sind deutlich höher, als die der staatlichen Stellen.

Die Zahlen der Todesopfer rechter Gewalt wird von der Antonio-Amadeo-Stiftung mit 193 angegeben, die der Bundesregierung lag im März 2017 bei 76. Im Juni diesen Jahre korrigierte sie die Zahl auf 83.

Jeder Einzelne ist einer zu viel. Jede einzelne Bedrohung, Erniedrigung, Beleidigung, jeder Angriff ist einer zuviel.