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  • Widerstand gegen den Hauskauf des Landhauses "Gerhus" durch Jürgen Rieger in Faßberg 2009
  • Widerstand gegen Nazitreffen auf dem Hof von Landwirt Joachim Nahtz in Eschede 2011

Willkommen auf unserer Webseite

© Rido - Fotolia.comWir stellen uns vor

Das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus existiert seit dem Jahr 2000.

Anlass der Gründung waren u. a. die zunehmenden Aktivitäten der in Celle bis heute bestehenden Nazi-Kameradschaft, eine der aktivsten Neonazi-Kameradschaften Niedersachsens. Das Forum setzt sich zusammen aus interessierten Vertreterinnen und Vertretern diverser Organisationen (DGB, SPD, Die Grünen, Die Linke, Buntes Haus, Arbeitskreis Ausländer, VVN-BdA, usw.) sowie Einzelpersonen. Weiterlesen »


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Reichsbürger - Die unterschätzte Gefahr 20.06.2018

Geschrieben von: Celler Forum am .

Reichsbürger - Die unterschätzte Gefahr
Vortrag und Diskussion mit Andreas Speit

Mittwoch 20.06.2018, 19.00
Konferenzraum im Urbanus-Rhegius-Haus,
Celle, Fritzenwiese 9


Reichsbürger: Spinner? Querulanten? Extreme Rechte? Was sind sie denn nun? Das lässt sich nicht so einfach beantworten, denn „Reichsbürger“ sind keine einheitliche Bewegung. Sie haben kein gemeinsames Konzept. 13.000 von ihnen soll es geben, und das, was sie eint ist, dass sie der Bundesrepublik Deutschland ihre Existenzberechtigung absprechen.
Ein Teil von ihnen vertritt die Meinung, dass Gesetze nicht für sie gelten und Steuern und Abgaben nicht erhoben werden dürfen, da es eben diese Bundesrepublik gar nicht gäbe. Das sind sicherlich die „Querulanten“, mit denen sich Behörden herumärgern dürfen. Dann gibt es noch welche, die die Bundesrepublik Deutschland für eine GmbH halten, mit Frau Merkel als Geschäftsführerin. Es gibt Gruppen, die gründen ihren eigenen Staat. Von denen wiederum nutzen manche diese Staatengebilde zur persönlichen Bereicherung, indem sie Krankenkassen oder Banken gründen und ihren Mitglieder so das Geld aus den Taschen ziehen. Andere haben eindeutig eine extrem rechte Gesinnung und sind antisemitisch.

700 "Reichsbürger" sind legale Schusswaffenbesitzer, sie haben ihre Waffen meist über Sport- und Schützenvereine.

Im August 2016 sollte im sachsen-anhaltinischen Reuden das Haus von Adrian Ursache, Reichsbürger und Gründer des Staates Ur, zwangsgeräumt werden. Er bedrohte den Gerichtsvollzieher. Es kam zu einer Schießerei, bei der zwei SEK-Beamte sowie Adrian Ursache verletzt wurden. Zwei Monate später gab es einen weiteren Vorfall, bei dem ein Polizist starb. Der "Reichsbürger" Wolfgang P. schoss im bayrischen Georgensgmünd aus dem Hinterhalt. P. besaß 30 Schusswaffen. Es handelte sich um legalen Waffenbesitz.

Erst seit diesen tödlichen Schüssen von Reichsbürgern nimmt der Staat diese Bedrohung ernst. Aber längst nicht überall, kritisiert Andreas Speit. In manchen Verfassungsschutzberichten würden "Reichsbürger" weiter als "notorische Querulanten" oder "Vielschreiber" verharmlost. Und sie seien deshalb immer noch eine unterschätzte Gefahr.

Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisanten von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.

Flyer Download:



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Eschede, 23.06.2018

Geschrieben von: Celler Forum am .

BUNTE KUNST GEGEN BRAUN


14.00 Uhr: Auftaktkundgebung, Eschede, nördlich des Bahnhofs, Hermannsburger Straße
14:45 Uhr: Kundgebung, Eschede, Kreuzung Zum Finkenberg / Am Dornbusch

Mitmachchor mit den Rotkehlchen
Kunst-Mitmachaktionen

Redebeiträge zum Thema Geflüchtete, Rassismus, Neofaschismus und Rechtspopulismus
Musik, Kaffee, Kuchen

Seit den 1990er Jahren finden auf dem Hof des Bauern Nahtz Nazitreffen statt. Es handelte sich dabei um sogenannte Brauchtumsfeiern, wie Sonnwendfeiern und Erntedankfeiern. Diese Treffen sind – wenn auch im Eschede selber kaum wahrnehmbar, weil der Hof Nahtz so weit außerhalb des Ortskerns liegt – keine reinen Vergnügungsveranstaltungen und schon gar nicht „Privatvergnügen“. Denn diese Treffen strahlen nach außen: Bei den gemeinsamen Feiern werden Kontakte geknüpft und gepflegt, das gemeinsame, rassistische Weltbild wird zelebriert und so innerlich gestärkt ziehen die Nazis vom Hof – auf zu neuen Taten. Eine Besonderheit stellte sie Sonnwendfeier im vergangen Jahr da: sonst konkurrierende Gruppen der extremen Rechten luden gemeinsam zu dem Neonazitreffen ein.

Aber neben diesen sogenannten Brauchtumsfeiern gab und gibt es bei Nahtz auch andere Zusammenkünfte: Bereits 1992 eine Wehrsportübung, Treffen der NPD sowie ihrer Jugendorganisation der JN, ein Treffen der inzwischen verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend und im Jahr 2010 fand ein Nazi-Rockkonzert mit 600 Neonazis aus dem In- und Ausland statt.

Wir müssen weiter wachsam bleiben und immer wieder auf die Treffen in Eschede und deren Bedeutung hinweisen. Wegschauen hilft nicht: da wo Nazis ungestört sind und ihre Ruhe haben, machen sie sich breit.

Diese Ruhe wollen wir ihnen nehmen. Darum laden wir Euch ein am 23.06.2018 nach Eschede zu kommen um mit uns gemeinsam unserer Forderung Ausdruck zu verleihen:

Schluss mit den Nazitreffen!


Flyer:




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